Wir engagieren uns für den Erhalt vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen!

Es gibt eine große Vielfalt einheimischer Nutztierrassen in Deutschland. Viele davon sind in ihrem Bestand gefährdet. Diese werden in der Roten Liste Nutztierrasen erfasst. Die Einstufung in die Gefährdungskategorien obliegt der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Auf unserem Hof halten wir Rinder und Schweine aus solchen klassifizierten Rassen. Neben dem Rote-Liste-Status spielen außerdem die Demeter-Richtlinien eine Rolle bei unserer Wahl. Beispielsweise sollen unsere Rinder Hörner haben um ihren natürlichen Verhaltensweisen folgen zu können. Außerdem hat jede Rasse besondere Eigenschaften die sie an die jeweilige Landschaft anpassen. Bei uns im havelländischen Luch sind das vor allem nasse Böden.

Unsere Tiere

Pinzgauer

Die Tiere haben eine kastanienbraune Grundfarbe, Rücken und Bauch sind weiß mit weiße Streifen an Unterbeinen und -schenkeln. Bereits seit 1846 sind die Pinzgauer als Rasse erwähnt. Wegen der guten Fleischleistung und der hohen Schlachtqualität haben wir uns entschieden zukünftig dieses Rasse auf dem Ökohof zu halten.
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Mittlerweile haben wir den Zuchtbullen Felix (hier auf dem Foto) und drei Kühe der Rasse im Stall.

Deutsches Sattelschwein

Die groß gebaute Rasse mit Schlappohren ist in Haut und Haaren schwarz pigmentiert mit einem mehr oder weniger weißem Sattel (Rumpf). Die Rasse geht auf eine Kreuzung aus Angler Sattelschwein und Schwäbisch Hällisches Schwein zurück. Das Deutsche Sattelschwein erhielt 1948 als eigene Rasse in Ostdeutschland die Anerkennung. Heute ist diese Rasse vorwiegend in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen verbreitet. Die Sauen haben eine überdurchschnittliche Ferkelaufzuchtrate (23,6 Ferkel pro Jahr), sehr gute Muttereigenschaften und Milchleistung. Die Tiere sind eher anspruchslos und robust mit einer sehr guten Fleischqualität.
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Die Tiere werden bei uns geboren, gemästet und nach der Schlachtung zur Fleisch und Wurstwaren verarbeitet.

Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind

Die Rasse ist vorrangig schwarz-weißes gezeichnet und behornt. Die Kühe werden im Schnitt bis 140 cm hoch bei 550-650 kg Körpergewicht. Bullen wiegen bei 150-162 cm Widerristhöhe 1000-1150 kg.Gezüchtet werden die Tiere seit 1830 beginnend in den Niederungsgebieten der Niederlande, Norddeutschlands und Dänemarks. Die Tiere dieser rasse sind langlebig, fruchtbar und wenig krankheitsanfällig.
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Ein Dutzend dieser Tiere bilden unsere Ku(h)schelgruppe. Alle Tiere sind ehemalige von Hand aufgezogene Milchkühe die sehr an den Menschen gewöhnt sind.

Unser Weg zur Mutterkuhhaltung

Die Umstellung von Milchwirtschaft auf Fleischerzeugung auf dem Ökohof Kuhhorst.

Aktuelles

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Mutterkuhhaltung

Mutterkühe sind Rinder, die in der Regel nicht zur Milchproduktion gehalten werden, sondern ein Kalb aufziehen. Das ist eine besonders tierfreundliche und nachhaltige Haltungsform, bei der die Kühe ihren natürlichen Mutterinstinkten folgen können. Die Tiere bleiben so von der Geburt bis zur Schlachtung bei uns. Sie verbringen ihr Leben in einem stabilen Herdenverband ohne den stressvollen Hofwechsel wie bei der Masthaltung.
Wir haben uns für die Rasse Pinzgauer entschieden.

Ku(h)schelherde

Einige Tiere unserer ehemaligen Milchviehherde haben wir behalten. Die meisten der Damen (und ein Herr) gehören zur Rasse Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind. Dazu kommen einige Uckermärker und Holsteiner. Die Kühe haben bei uns einen neuen Job! Sie unterstützen die pädagogische Arbeit des Hofes. Unsere Beschäftigten können hier leicht in Kontakt mit den Tieren kommen, denn die Tiere sind besonders zutraulich und suchen die Nähe des Menschen. Auch unserer Besucher können die Tiere beim Ku(h)scheln kennenlernen.

Chronologie

Nachdem wir seit März mit Felix schon einen neuen Bullen der Rasse Pinzgauer im Stall haben, sind im Mai auch die ersten Damen eingezogen.

Der Neue im Stall heißt Felix und ist ein Pinzgauer!
Unser Zuchtbulle wird zukünftig für Nachwuchs in der Mutterkuhhaltung sorgen. Mit gerade mal einem Jahr ist er noch etwas schüchtern.

Es hat etwas länger gedauert ab endlich sind wir fertig geworden!
Im Januar konnten alle Kühe einziehen. Allerdings haben die meisten weiterhin das winterliche Wetter auf der Weide genossen. Kühe mögen es nämlich gerne recht kühl.

Bevor die neuen Tiere auf dem Ökohof eintreffen, wird der Stall saniert. Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 2025.

Für uns ist Kuhhorst ohne Kühe nicht vorstellbar. Seit der Gründung des Ökohof Kuhhorst 1991 halten wir Rinder. Von Anfang an widmen wir uns dem Erhalt vom Aussterben bedrohter heimischer Nutztierrassen. Unser ursprüngliches Milchvieh ist das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind. Die Milch haben wir an die regionale Bio-Molkerei abgeliefert.

Arbeit für alle

Auf unserem Hof arbeiten über 100 Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Neben der Nutztierhaltung (Schweine, Rinder, Geflügel) haben wir einen großen gartenbaulichen Bereich mit Kartoffeln und Gemüse. Unsere Lebensmittelverarbeitung produziert Nudeln und Mehle. In der Kantine wird gekocht und die Hausmeistergruppe hält die Technik am Laufen.

Wir sind eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Deshalb steht bei uns nicht der Gewinn oder die Produktionsmenge, sondern die Arbeit als Teil des Menschseins im Vordergrund. Alle Arbeitsangebote sind so ausgerichtet, dass sie von unseren Beschäftigten im höchsten Maße selbstständig durchgeführt werden können.

Die Kuhhorster sind ein Teil von Mosaik

www.mosaik-berlin.de